Fahrradanhänger 2. Teil

Nach der Sohn nun groß genug ist und nur noch selber fährt, stand ich vor der Frage, was wird aus dem Anhänger?

Verkaufen wollte ich ihn ungern, da man sowieso nicht das Geld bekommt, was man gerne dafür hätte, zudem hatte ich kurz vorher noch für gutes Geld eine neue Weber-Kupplung gekauft.

Da ich schon länger mit dem Gedanken gespielt habe, noch mehr mit dem Fahrrad zu fahren, bot es sich an, den Anhänger umzubauen, um in für Einkäufe, Fahrten an den Baggersee o. ä. zu nutzen.

Daher kaufte ich ein paar Aluprofile 20*20mm, vier Eckverbinder und konnte innerhalb von zwei Stunden den Aufbau durch eine eigene Rahmenkonstruktion ersetzen.

Eine Bekannte von mir hatte noch Reste einer Plane, die ich mir dann zuschnitt und mit entsprechenden Ösen versah.

Nun nur noch ein elastische Schnur angebracht und schon kann ich mit dem Anhänger Wind und Wetter trotzen und einen komplette Wocheneinkauf unterbringen.

Anhänger von hinten Anhänger von vorne

 

Umweltfreundlich mobil

Ende letzten Jahres fing mein Sohn, vier, damit an, er möchte nun ohne Stützräder auf seinem Fahrrad fahren.
Bedingt durch den Winter fuhren wir sehr selten und ich musste im Frühjahr feststellen, dass die Pausen so groß waren, dass er immer wieder neu in den Lernprozess einsteigen musste.
Irgendwie schafften wir es, öfter zu üben, aber nachdem ich mir ein neues Fahrrad zum Geburtstag hatte schenken lassen, wollte ich auch zur Arbeit mit dem Fahrrad fahren.
Die erste Zeit fuhren wir dann morgens los, wir hatten schon vor Jahren einen Kinderanhänger von Burley gekauft, mit dem der Kleine auch gerne mitfuhr.
Irgendwann kam mir dann der Gedanke, es wäre doch schön, wenn er selber fahren könnte.
Zweiter Gedanke: naja, morgens dauert das wohl zu lange, so schnell ist er ja noch nicht.
Dritter Gedanke: man könnte ja morgens sein Fahrrad mitnehmen, abends ist dann ja Zeit genug, es gibt auch einen anderen Weg, der führt fast nur über Fahrradwanderwege und durch den Wald, da kann er dann selber fahren. Der Kleine fuhr auch mit Begeisterung, manchmal wollte er dann, nachdem wir zuhause waren, nochmal los fahren, einfach nur irgendwo hin.

Vierter Gedanke: Man könnte sich ja einen Fahrradträger für den Anhänger bauen, dann wäre das kein Problem.
Aus Zeitgründen habe ich dann erst mal das Fahrrad mit Kabelbindern auf dem Anhänger fixiert, was auch sehr gut funktionierte , mich störte aber der Verbrauch an Kabelbindern.

Also machte ich mir Gedanken darüber, wie man einen solchen Fahrradträger realisieren könnte.
Nachdem ich mich bei der Konstruktion stark an vorhandene Dachträger bei Autos orientierte, kaufte ich im Baumarkt mehrere Alu-Profile, ein bißchen hatte ich davon auch noch zuhause, und ein paar Schrauben, Muttern und Flügelmuttern.
Dann  gings an die Konstruktion.
Der Aufbau ist recht simpel und mit einem Akkuschrauber und einer Stichsäge mit Metall-Blatt durchaus in ca. vier bis fünf Stunden zu realisieren.
Der erste Aufbau zeigte dann, dass die Alu-Profile doch etwas weich sind, weshalb ich dann zur Stabilisierung eine Querstrebe hinzufügte (das Material hatte ich noch zuhause).
Das Ergebnis ist sehr stabil und am Wochenende werde ich meine ersten ausgiebigen Testfahrten machen.

Ein weiterer Vorteil dieser Konstruktion: wenn wir eine Fahrradtour machen, ist der Anhänger immer dabei, man kann einiges transportieren und wenn der Filius müde wird, kommt das Fahrrad auf den Anhänger und er setzt sich rein.
Die maximale Zuladung für den Anhänger beträgt 35 Kilo, bei seinem momentanen Gewicht von ca. 17kg kann der Anhänger das Fahrrad auch noch locker verkraften.

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So sieht das ganze im Leerzustand aus.
Mit Fahrrad dann so:

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Falls jemand eine genauere Beschreibung zum Nachbauen möchte, kann ich gerne Details weitergeben.